Ukrainisch-orthodoxe Christen feiern in Holtenau

Im Gemeindesaal Holtenau durftet es nach Weihrauch. Mitglieder der ukrainisch-orthodoxen Kirche sind in die Kastanienallee gekommen, um dort ihren ersten Gottesdienst in der Landeshauptstadt zu feiern. Erzpriester Ivan Polishchuk ist dafür aus Lübeck angereist. Dort ist unter seiner Leitung ebenso eine kleine Gemeinde entstanden wie in Bargteheide. Nun singt er mit seiner sonoren Bass-Stimme das Heilige Evangelium, der kleine Chor unter der Leitung von Vera Kharlamova intoniert die liturgischen Gesänge.

Die Sprache ist fast durchgängig Ukrainisch, aber hin und wieder sind auch ein paar deutsche Worte zu hören. Für Jens Voß, der als Gastgeber das Vaterunser in deutscher Sprache anstimmen darf, sind Gerüche, Klänge, Sprache und Rituale zunächst sehr fremd. Für die Menschen aus der Ukraine riecht der Gottesdienst nach Heimat. Und deshalb öffnet die Kompass-Kirchengemeinde gern ihre Türen für die orthodoxen Gottesdienste, die ab Ostern in der Dankeskirche stattfinden werden.