Dietrich-Bonhoeffer-Kirche

Mit der Rede zur Grundsteinlegung der Schilkseer Kirche am 19.07.1968 schlug der Architekt Wolfgang Vogt auf Wunsch des Pastors Jegodszinski vor, dem Gotteshaus den Namen Dietrich-Bonhoeffer-Kirche zu geben.“ Die 1969 durch Bischof Petersen eingeweihte Kirche liegt über dem Kurpark auf einer kleinen Anhöhe, blickt über die Förde und fügt sich ins Straßenbild von Langenfelde wirksam ein.

Zum Kirchenzentrum gehören, gruppiert um zwei Höfe, ein Gemeindesaal im Anschluss an die Kirche, ein Bürotrakt im Osten mit dem anschließenden Pastorat sowie ein südlicher Flügel mit Gemeinde und Jugendraum, dem Kindergarten Ankerplatz und der Küsterwohnung. Das Architektenehe- paar Vogt legte bei der Planung der Kirche besonderen Wert auf Schlichtheit, alles solle „natürlich, unauffällig und selbst- verständlich“ wirken und dadurch Anstoß zum Nachdenken geben. Das zentrale Altarkreuz wirkt vor der weißen Wand auf den ersten Blick karg und verloren. Auf dem weiß geschlemmten Stein bildet einzig das Schattenbild der Fugen ein eigenständiges Reliefkunstwerk.

Zusammen mit der Dallglaswand auf der rechten Seite des Altarraums, die die gesamte Fläche einnimmt, wird der gesamte Raum plötzlich lebendig. Es ist sicher nicht zufällig, dass gerade am Vormittag während des Gottesdienstes das Morgenlicht durch das Hauptfenster fällt und nicht nur die Fensterlaibungen und den Fußboden mit farbigen Lichtpunkten überzieht, sondern auch die Gemeinde selbst in die- ses farbige Licht taucht. Auch die weiteren 12 Bleiglasfenster der Kirche, geschaffen vom Künstler Alfred Roß, erzeugen eine große räumliche Spannung und regen zum Nachdenken über ihre Symbolik an.

Eine weitere Besonderheit der Schilkseer Kirche ist der etwas abseits stehende Glockenturm, dessen Schatten jeweils zum Frühlings- oder Herbstanfang das Turmkreuz als Schatten- bild genau auf das Kirchenportal wirft. Die vier Glocken der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche erklingen in den Tönen „H“, „Cis“, „E“ und „Gis“. Das Zusammenspiel dieser Töne gibt das Gloria wieder, welches der himmlische Engel in der Weihnachtsgeschichte den Hirten zugerufen hat.

Die Orgel der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche wurde erst 1982 ein- geweiht – bis dahin wurden die Gottesdienste auf einem kleinen 1-manualigen Orgelpositiv begleitet. Bei der heutigen Orgel handelt es sich um ein mittelgroßes Instrument mit 1200 Pfeifen und 24 Registern. Gespielt wird auf zwei Manualen und Pedal. Gebaut hat sie die Orgelbaufirma Paschen, Friedrichsort. Beim Bau wurde darauf geachtet, dass sich dieses Instrument akustisch gut in den Kirchenraum einfügt.

Viele weitere Informationen über die Dietrich-Bonhoeffer- Kirche finden sie in unserem Kirchenlotsen in der Kirche. Auf dessen Grundlage entstand auch dieser Text. Auf 12 Informationstafeln haben Gudrun und Edgar Fuhrken und Sabine Nimz-Quantz alles Wissenswerte zusammengestellt.