Gunnar Engel

Der 39-jährige Gunnar Engel ist Vertretungspastor im Kirchenkreis Altholstein und zurzeit auch mit einer halben Stelle in der Kirchengemeinde Suchsdorf tätig. Im Umfang von 50% wird Engel ab 1. September 2026 vor allem Gottesdienste, Amtshandlungen und Seelsorge übernehmen. Als erfahrener Gemeindepastor weiß er, dass gerade in den alltäglichen Begegnungen und geteilten Momenten etwas Großes beginnen kann. Er möchte seinen Teil dazu beitragen, dass die Kirchengemeinde ein Ort ist, von dem aus unsere Welt ein bisschen besser wird.

Was ist das Verrückteste, was Sie je gemacht haben?

Pastor werden – ehrlich, was ist verrückter, als sein Leben lang Menschen in ihren größten Freuden und tiefsten Krisen zu begleiten und dabei auch noch felsenfest zu glauben, dass es gut wird?

Was bedeutet das Meer für Sie?

Weite, die einen zurechtrückt. Ob mit Freunden an der Förde oder allein am Strand – das Meer erinnert mich daran, dass ich klein sein darf und trotzdem getragen bin.

Was darf auf keinen Fall passieren?

Dass die Kirche irgendwann nur noch verwaltet statt gelebt wird. – Gott bewahre uns vor der Sitzungsvorlage als Glaubensbekenntnis.

Welches ist der schrägste Running Gag, der Ihnen immer noch nachhängt?

Meine Frau erinnert mich zuverlässig daran, dass ich beim Packen für Ausflüge immer "nur noch 5 Minuten" brauche – seit Jahren stimmt diese Zahl nie.

Was hilft Ihnen am besten, von der Arbeit abzuschalten?

Eine Runde Retro-Gaming, ein guter Roman (am liebsten Murakami oder McCarthy) oder Zeit mit meiner Familie.

Welches Buch haben Sie zuletzt mit besonderem Gewinn gelesen?

Einen Roman von Haruki Murakami über einen Pinball-Automaten – seine Mischung aus Tragik und Humor trifft ziemlich genau, wie ich Seelsorge erlebe.

Was liegt Ihnen im Moment besonders am Herzen?

Beruflich: mutig und nahbar Kirche gestalten – Wahrheit und Wärme statt Klein-Klein. Dazu gehören für mich mentale Gesundheit, gute Leitung und das Evangelium als roter Faden.

Wenn Ihr Beruf ein Film wäre – wie hieße der?

"No Time to Die" – klingt nach 007, meint bei mir aber eher: Ich bin gern zur Stelle, wenn's drauf ankommt, ob bei einer Taufe oder einem ernsten Gespräch.

Was würde in einer Welt ohne Kirche fehlen?

Eine verlässliche Instanz, bei der alle Menschen mit ihren Bedürfnissen, ihrem Glauben und Sehnsüchten an erster Stelle stehen – bedingungslos.